Viktor Frankl

Viktor Frankl (1905-1997) war ein österreichischer Neurologe und Psychiater, der in den dreißiger Jahren des vergangenen Jahrhunderts in Wien die Logotherapie und Existenzanalyse entwickelte – einen psychotherapeutischen Ansatz, der in Abgrenzung zur Psychoanalyse Sigmund Freuds und der Individualpsychologe Alfred Adlers als „Dritte Wiener Schule der Psychotherapie“ bezeichnet wird.

Von 1933 bis 1937 leitete Viktor Frankl als Oberarzt das Psychiatrische Krankenhaus in Wien. Nach dem Einmarsch der Nationalsozialisten in Österreich durfte er nur noch eingeschränkt arbeiten und übernahm ab 1940 die Leitung der neurologischen Abteilung des Rothschild-Spitals, des letzten jüdischen Spitals in Wien.
1942 wurden Viktor Frankl, seine Frau Tilly und seine Eltern von den Nationalsozialisten in verschiedene Konzentrationslager deportiert. Lediglich Viktor Frankl überlebte die Lager.

Noch 1945 kehrte er nach Wien zurück und schrieb das Buch „… trotzdem Ja zum Leben sagen“, das 1946 veröffentlicht wurde und in dem er seine Erfahrungen in den Konzentrationslagern verarbeitete.

Im selben Jahr übernahm Viktor Frankl die Leitung der neurologischen Abteilung der Wiener Poliklinik, 1947 heiratete er seine zweite Frau Eleonore.
1955 erhielt Viktor Frankl eine Professur für Neurologie und Psychiatrie an der Wiener Universität. In den folgenden Jahren übernahm er unter anderem Gastprofessuren in den USA (Harvard und Stanford) und erhielt zahlreiche Ehrendoktorate sowie weitere Ehrungen für seine wissenschaftliche Arbeit.

Ein wesentlicher Aspekt der Arbeit Viktor Frankls war die Beschäftigung mit der Frage des Menschen nach dem Sinn im Leben – die „Freiheit des Willens“, der „Wille zum Sinn“ und der „Sinn des Lebens“ sind dem entsprechend zentrale Elemente im Konzept der Logotherapie und Existenzanalyse.
Sie begründen die Entscheidung der Schulgemeinde für Viktor Frankl als Namensgeber für die Frankfurter Schule für Körperbehinderte.

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