Beratungs- & Förderzentrum

Die Viktor-Frankl-Schule ist als überregionales Beratungs- und Förderzentrum (BFZ) mit dem Förderschwerpunkt körperliche und motorische Entwicklung zuständig für Kinder und Jugendliche mit Bewegungsbeeinträchtigungen und/oder chronischen Erkrankungen sowie allen damit einhergehenden Auswirkungen auf Lernverhalten und Lebensgestaltung.

Übergeordnetes Ziel ist es, Hilfe zur Selbsthilfe für die betroffenen Kinder und Jugendlichen, deren Eltern, Lehrkräfte und weiteren Bezugspersonen zu geben. Dabei wird die aktive und zustimmende Mitarbeit des Kindes oder der/des Jugendlichen angestrebt.

Beratung und Unterstützung erfolgen präventiv, begleitend und/oder intervenierend, wobei das Wohl des Kindes oder der/des Jugendlichen im Vordergrund steht.

Die Umsetzung der UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderungen wird unterstützt. Jedes Kind soll in seiner Individualität die optimalen Lernmöglichkeiten erhalten.

Leitidee für unsere BFZ-Arbeit ist: „Die Menschen sind verschieden, sie alle haben Fähigkeiten und sind alle gleich viel wert. Verschieden zu sein ist ein Gewinn für alle Menschen“ (vgl. Wacker, 2005).

Das Beratungsangebot ist orientiert an dem Modell der Kooperativen Beratung (nach Mutzek).

Das Beratungs- und Förderzentrum der Viktor-Frankl-Schule bietet – zusätzlich zum präventiven oder begleitenden Einsatz von Förderschullehrkräften über das jeweils regional zuständige BFZ – eine spezielle Beratung im Förderschwerpunkt körperliche und motorische Entwicklung an.

Mögliche Schwerpunkte des Beratungsangebots sind:

Die Förderung motorischer und sensorischer Fähigkeiten steht nicht isoliert, sondern bietet eine Grundlage zur Entwicklung der kognitiven Kompetenzen, zur Unterstützung sozialer Einbindung, psychischer Stabilisierung und der Eigenwahrnehmung.

Das Beratungsangebot erfolgt in der Regel auf Anfrage und Antrag der ratsuchenden Schule in Absprache mit dem zuständigen regionalen BFZ und im Einvernehmen mit den Eltern. Es schließt sich eine erste Kontaktaufnahme des BFZ und die Auftragsklärung an. Im Rahmen des Erstkontakts können Unterrichtshospitation und Unterrichtsbeobachtung im Vordergrund stehen. Neben der Förderdiagnostik erfolgen je nach Bedarf Elterngespräche, Förderausschüsse, Kontakte mit außerschulischen Stellen, zusätzliche Testverfahren, Vorbereitung und Durchführung eines Runden Tisches, kollegiale Fallberatung und gegebenenfalls die Feststellung des Anspruchs auf sonderpädagogische Förderung. In das Beratungsangebot werden die Erfahrungen und Kompetenzen der unterschiedlichen Berufsgruppen (Pädagogik, Therapie und Pflege) der Viktor-Frankl-Schule integriert.

Die Koordination von Förderangeboten bedingt eine enge Vernetzung mit schulischen und außerschulischen Einrichtungen. Die Viktor-Frankl-Schule arbeitet mit vielen Kooperationspartnern zusammen, u. a. mit Schulämtern, Schulärztlichem Dienst, Sozialpädiatrische Zentren, Reha-Firmen.

Zur Beantragung der Beratung ist eine offizielle Antragstellung seitens der Klassenlehrkraft/Schulleitung des betroffenen Kindes/Jugendlichen erforderlich. Zudem muss die zuständige Schule die Datenerfassung der Beratung in der LUSD (Lehrer- und Schülerdatenbank) veranlassen. Eine gute Zusammenarbeit mit den Eltern ist angestrebt, eine Einverständniserklärung und eine Entbindung von der Schweigepflicht gegenüber allen an der Förderung Beteiligten sollte eingeholt werden. Die notwendigen Antragsformulare werden auf Nachfrage zugesandt:
(069) 212-41047.